Zur Kasse bitte – warum vielseitige Zahlungsoptionen im Onlinehandel so wichtig sind

Bereits in vergangenen Blog-Beiträgen haben wir darauf hingewiesen, dass es während des Kaufvorgangs im Onlineshop sehr oft zu Abbrüchen kommt. Das kann viele Gründe haben. Vielleicht ist der Check-Out-Prozess zu kompliziert oder der Kunde entscheidet sich aufgrund einer zu hohen Endsumme gegen den Kauf. Ein weiterer Anlass für den Bestellabbruch kann aber auch die Zahlarten-Problematik darstellen.

Das Shoppen im Internet untersteht einem stetigen Wandel. Viele Verbraucher sitzen nicht mehr am Schreibtisch vor dem Rechner, sondern ganz gemütlich mit dem Tablet auf dem Sofa oder mit dem Smartphone im Lieblingscafé.

So bequem wie das Ambiente sollte auch das Einkaufen und Bezahlen im Onlineshop gestaltet werden. Für den Nutzer wird das Shopping-Erlebnis mit einem schnellen und ihren Bedürfnissen angepassten Bestellvorgang abgerundet.

Der Mix macht’s – viele Zahlarten erhöhen Kaufbereitschaft

Besonders wichtig sind hierbei die angebotenen Zahlarten, die dem Käufer zur Verfügung gestellt werden. Die Nutzer entscheiden sich öfter zum Kauf, wenn sie die Zahlungsmöglichkeit angeboten bekommen, die ihnen am meisten zusagt. Dabei ist nicht nur die einfache Handhabung und die Vertrautheit mit der Zahlart entscheidend, sondern auch die Situation und das Produkt.

Bestellt der Kunde beispielsweise Kleidung, die er natürlich erst einmal anprobieren möchte, tendiert er eher zur Zahlart „Rechnung“. Die Retoure ist in fast der Hälfte dieser Käufe bereits eingeplant. Bei hochpreisigen Artikeln, die in der Regel im Voraus bezahlt werden müssen, entscheiden sich die Käufer häufig für die Zahlung per Kreditkarte.

Shoppt der Nutzer mobil über Smartphone oder Tablet ist PayPal die gängigste Zahlungsart. Die Zahlung mittels PayPal ist nach der Rechnung die zweitbeliebteste Zahlmöglichkeit.

Was ist gängig und zumutbar?

Eine Kombination aus den beliebtesten Zahlarten stellt für den Onlinehändler die beste Möglichkeit dar, Kunden für sich zu gewinnen. 89 % der in der aktuellen Studie des ECC Köln Befragten geben an, das es für sie wichtig ist, die von ihnen präferierte Zahlart vorzufinden.

Laut Rechtsprechung muss mindestens eine der angebotenen Zahlmethoden kostenfrei sein. Diese muss dann auch als gängig und zumutbar eingeschätzt werden. Besteht eine Ausweisung der Direkt-Überweisung als einzige kostenfreie Zahlmethode, ist dies nicht zulässig, da sie nicht als gängig und zumutbar angesehen wird.

Barzahlung und EC-Karte (im Onlinegeschäft sicherlich schwieriger umzusetzen), Überweisung, Lastschrift und Kreditkarten (nur unter bestimmten Bedingungen) sind solche zugelassenen Zahlungsarten.

Übrigens wurde in dem Urteil des Landgerichts Frankfurt, welches diesen Einschränkungen zugrunde liegt, die Zahlmethode PayPal aus unerfindlichen Gründen nicht beachtet.

Tags: Praxistipps

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