Warenverfügbarkeit und Lieferbarkeit stets aktuell halten

In einem Urteil vom 11. August bestätigte das Oberlandesgericht Hamm, das Händler stets die aktuelle Warenverfügbarkeit und den korrekten Lieferzeitpunkt angeben müssen. Vor allem für Händler, die ihre Waren sowohl in ihrem Online-Shop, auf diversen Marktplätzen und im stationären Handel anbieten, stellt das immer wieder Probleme dar.

Kunden, die ein Produkt über einen Kanal kauften, während er zwischenzeitlich anderweitig, also doppelt verkauft wurde, wollen die Ware natürlich trotzdem zur angegebenen Zeit geliefert bekommen. Sollte das Produkt mit dem Vermerk „sofort lieferbar“ gekennzeichnet sein, so bedeutet das, dass die Ware tatsächlich vorrätig ist und am nächsten Werktag verschickt werden kann.

Sofort lieferbar heißt sofort lieferbar

Auch wenn sich Bestellungen innerhalb kürzester Zeit überschnitten haben, muss die Warenverfügbarkeit stets aktuell gehalten werden. Laut dem OLG Hamm ist es durch die ständig mögliche Aktualisierbarkeit von Angeboten im Internet unzulässig, ein Angebot für nicht mehr lieferbare Produkte im Internet zu belassen. Auch wenn die Bestellungen kurz hintereinander erfolgten.

Der Vermerk „nur noch wenige Exemplare auf Lager“ suggeriert dem Kunden laut OLG Hamm nicht, dass der Warenvorrat fehlt, sondern, dass der Händler tatsächlich noch über genug Ware verfügt, um sofort zu liefern.

Sollten die Angaben über Warenverfügbarkeit und Lieferzeit nicht mit den tatsächlichen Begebenheiten zusammenpassen, droht übrigens nicht nur Ärger mit dem Kunden, sondern auch Abmahnungen. Händler sollten also Warenbestand und Lieferbarkeit auf dem neuesten Stand halten und diesen dem Kunden auch anzeigen.

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