Bestellvorgang und Checkout rechtssicher gestalten

Im Online-Handel gilt es, sämtliche rechtlichen Grundlagen einzuhalten, da sonst schnell Abmahnungen drohen oder eine Kundenbestellung nicht rechtskräftig ist. Immer wieder werden die Gesetze angepasst und modernisiert. Da auf dem neuesten Stand zu bleiben wird immer schwieriger. Vor allem der Prozess der Bestellung und der Checkout bedürfen einer eingehenden Überprüfung, um in keine Falle zu tappen.

Der Händlerbund hat dazu eine interessante Infografik erstellt, die wir in Ihnen hier in kurzen Stichpunkten wiedergeben möchten.

Von Warenkorb bis Checkout – so sind Sie auf der sicheren Seite

Stufe 1: Im Warenkorb

  • die Preise sind grundsätzlich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer anzugeben

    Dazu wird entweder die Mehrwertsteuer als konkrete Summe zusätzlich zum Endpreis ausgegeben oder ergänzend am Endpreis der Verweis „inkl. MwSt.“ angezeigt. Zusätzlich ist es empfehlenswert, die anfallenden Standard-Versandkosten bereits hier anzugeben

Stufe 2: Bei der Registrierung

  • im Sinne des Datenschutzes und der Datensparsamkeit dürfen im Rahmen einer Bestellung lediglich folgende Daten erhoben werden: Name, Anschrift und E-Mail-Adresse

    Achtung: Es ist nicht zulässig das Geburtsdatum zum Pflichtfeld einer Registrierung zu erheben (bei Artikeln die mit einer Altersbeschränkung versehen sind, würde eine reine Altersangabe auch nicht ausreichen).

  • oft kommt es bei der Registrierung zur Abfrage des Landes; sollte dieses Land in Widerspruch zu den Zahlungs- und Versandbedingungen stehen, da in das entsprechende Land nicht geliefert wird, sollte diese Widersprüchlichkeit behoben werden

  • ein „Abhaken“ der Datenschutzbestimmungen mit dem Hinweis „akzeptiert“, „stimme zu“ ist (beim Versenden von Newslettern) bedenklich

    Ein Verweis wie „Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen“ sollte mit einem Häkchen versehen sein.

Stufe 3: Auswahl von Versand und Zahlung

  • der Kunde sollte hier seine für ihn passende Zahlungs- und Versandart auswählen können

    Diese sollte natürlich mit den entsprechenden Templates und mit den Angaben unter „Zahlungs- und Versandbedingungen“ übereinstimmen.

    Achtung: Widersprüche sind unzulässig

Stufe 4: Im Checkout – die Bestellübersicht

  • bevor der Kunde die Ware endgültig bestellt, müssen in der Bestellübersicht folgende Punkte ausführlich aufgeführt werden: wichtige Eigenschaften der Produkte, Gesamtpreis inklusive aller Steuern und Abgaben, Fracht-, Liefer- und Versandkosten sowie sämtliche weitere Kosten

  • Produkte, Adressen des Kunden, Versandart und Zahlweise sollten hier noch einmal korrigierbar sein

  • AGB und Widerrufsbelehrung (inklusive Muster-Widerrufsformular) müssen über gut sichtbare Links aufrufbar und ausdruckbar sein

  • am Ende der Bestellübersicht sollte der Bestell-Button nur einmal auftauchen

Der Verbraucher muss erkennen, dass er mit diesem Klick auf den Bestell-Button einen kostenpflichtigen Vertrag eingeht!

Der Bestell-Button darf folgende Bezeichnungen haben: zahlungspflichtig bestellen, kostenpflichtig bestellen, zahlungspflichtigen Vertrag abschließen, kaufen und (bei Auktionsplattformen) Gebot abgeben oder Gebot bestätigen.

Der Bestell-Button darf folgende Bezeichnungen nicht haben: Anmeldung, weiter, bestellen, Bestellung abgeben, Bestellung bestätigen, Bestellung abschicken

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